1.Preis Alte Meister Berlin

2010/07/06

So, es ist vollbracht! Aus 198 studentische Entwürfe hat die Jury meine Arbeit zum Thema „Erweiterungsbau für das Bode-Museum“ mit dem 1.Preis prämiert. Weitere Infos in Kürze, hier das Projekt:

Xella Wettbewerbxella christoph richter wettbewerb berlin

7.Xella-Studentischer Ideenwettbewerb „Ein Neues Museum für die Alten Meister“

Verfasser: Christoph Richter

Status: 1.Preis     Zeit: 2009/2010

Mehr Infos bald unter: http://www.xella.de

KOMPLETTER ERLÄUTERUNGSTEXT:

Idee/Konzept: „passe -partout“

Der Neubau vermittelt seine Inhalte durch die Stapelung von drei funktional unterschiedlichen Geschossen auf dem vorgegebenen hermetischen Grundstück des Blockrandes.

01.Öffentlichkeit und Museumsbetrieb – 02.Ausstellung – 03.Werkstatt und Verwaltung

Dabei entwickeln diese zueinander ihre eigene innere Konfiguration und Logik. Die eigentliche Qualität entsteht durch den Wechsel und Neukombination der unterschiedlichen Nutzungen.

Dem unmittelbaren urbanen Kontext wird ein loses feinkörniges Cluster an Museumsräumen gegenüber gestellt. Gerahmt durch Dach und Sockel entsteht eine „passe-partout“-Situation im Stadtraum. Das Museum stellt sich aus. Es zeigt seine Räume der Stadt, es exponiert den Betrachter.

Gebäudestruktur: „Die drei Brüder“

Die raumbildenden Ideen der einzelnen Geschosse übertragen sich unmittelbar in das Tragsystem des Gebäudes. Das Dach ist ein Stahlbau und bildet einen räumlichen Fachwerkträger. Dieser ruht auf den Stahlbetonboxen des Ausstellungsgeschosses. Die Räume bilden ein steifes Cluster. Ein Stahlbeton- Tragrost aus Stützen Unterzügen und Kernen im EG nimmt die resultierenden Lasten auf. Mit der Stapelung dieser drei unterschiedlichen Tragsysteme untermauern die einzelnen Geschosse ihre Unabdingbarkeit als für sich geschlossene Sphären.

Erschließung:

Eine Passage führt den Besucher vom Haupteingang des Bibliotheksplatzes sowie vom nördlichen Eingang vom Bodemuseum sogartig hinein. Von da gelangt er über das zentrale Foyer in das Ausstellungsgeschoss im 1.OG, in die Sonderausstellung im EG und in das Münzkabinett im Untergeschoss. Der Eingang für Mitarbeiter der Verwaltung und des Museumsbetriebes liegt an der Seite zum Stadtbahnviadukt. Über Personenaufzüge gelangen sie in das Dachgeschoss zu den jeweiligen Abteilungen. Die Anlieferung für Kunstwerke erfolgt ebenfalls auf dieser Seite.

Erscheinung Baukörper/ Fassade: „flüchtige Monumentalität“

Der Körper erhält ein gläsernes Kleid. Wechselnde Verglasungen segmentieren den Baukörper in drei Schichten. Das Ausstellungsgeschoss erhält eine zurückgesetzte Hängeglas-Fassade aus Klarglas. Dachscheibe und EG erhalten eine vorgeblendete Glasfassade aus geätzen punktgehaltenen Floatglas. Dahinter liegt der eigentliche klimatische Gebäudeabschluss. Dieser wird je nach Anspruch der dahinterliegenden Nutzung aus Bauglas oder geschlossenen Aluminumelementen ausgebildet. Die flüchtige Erscheinung der Fassade steht im Kontrast zum tektonischen des Umfelds.

Organisation Ausstellungsgeschoss: „Innere Landschaften – Äußere Landschaften“

Im Zentrum des Ausstellungsgeschosses steht der zentrale Aufgang. Vier Sichtachsen teilen die Ausstellungsräume in vier Quadranten mit den daraus resultierenden vier einzelnen bespielbaren Rundgängen. Ein fünfter Rundgang führt um den kompletten Gebäuderand.

Ihre Anordnung ergibt sich aus den jeweiligen Winkeln der Grundstücksgrundfläche. Zugleich spannen diese die Tragachsen für das Dachgeschoss.

Die dazwischen entstehenden „Leerräume“ sind „Außenkabinette für Skulpturen mit Streiflicht. Zugleich aber auch Aufenthaltsraum und Transitbereich mit Blick auf die Museumsinsel. Diese Raumsphäre ist der eigentliche Stadtbalkon. Der Besucher entdeckt die Ausstellung entweder auf einem didaktischen geführten Rundgang durch die einzelnen Quadranten, oder durch loses Umherschweifen. Verschiedene kuratorische Konzepte können nach diesen zwei Prinzipien appliziert werden.

Bauklimatik

Grundsätzlich werden die für Besucher zugänglichen Räume in klimatisch feste Ausstellungsräume und Außenkabinette unterschieden. Die festen Ausstellungsräume haben ein konstant gleichbleibendes Klima und werden per Klimaanlage mit Überdruck-Quelllüftung versorgt. Die Außenkabinette ist eine Lüftungsanlage vorgesehen. Sie bekommen entlang der Glasfassade einen umlaufenden Konvektorring gegen abfallende Kaltluft im Winter.

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5 Antworten to “1.Preis Alte Meister Berlin”

  1. Johannes said

    Prosit und herzlichen Glueckwunsch!

  2. Katja said

    Absolut spitze…!
    Deine stolze Schwester

  3. Pat said

    „Dieses Projekt ist ein Schlag in die Fratze der Restauration. Richter überzeugt erneut auf eine ephemer-unkonventionelle Art welche in der zeitgenössischen Entwurfspraxis immernoch ihresgleichen entbehrt.“ Pennricher Tagesspiegel

  4. Stani+Kalliopi said

    super, wir gratulieren dir.
    weiterhin viel erfolg. 🙂

  5. Dennis said

    Sehr überzeugende Arbeit, zurecht gewonnen! Meine Glückwünsche

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